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Von Juni 2004 bis Juni 2006 führte die SAD in Bam, Iran, infolge des
Erdbebens vom 26. Dezember 2003 ein Pilotprojekt durch mit dem Zweck, die
psychosoziale Rehabilitation von betroffenen Kindern und Jugendlichen mittels
regelmässiger begleiteter Sport- und Spielaktivitäten zu unterstützen.
Am 26. Dezember 2003 erschütterte ein verheerendes Erdbeben
die historische Stadt Bam, Iran. Rund 30'000 Einwohner starben in den Trümmern
und etliche mehr wurden obdachlos.
Das
Erdbeben führte nicht nur zu Tod und Verwüstung, es erschütterte auch den
Alltag der Überlebenden, zerriss soziale Bindungen und verursachte grossen
emotionalen Stress und Traumata, vor allem bei den betroffenen Kindern und Jugendlichen.
Mit sportlichen und spielerischen Aktivitäten bot die SAD diesen Kindern und
Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, welche Emotionen zu kanalisieren
vermag, das körperliche und seelische Wohlbefinden verbessert und die Grundregeln
eines friedlichen Zusammenlebens vermittelt.
Projektziele
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Verbesserung des körperlichen und seelischen
Wohlbefinden der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen
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Vermittlung von Grundwerten für ein friedliches
und respektvolles Zusammenleben und Verbesserung der sozialen Integration
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Auseinandersetzung mit gesundheitsrelevanten
Themen
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(Wieder-) Aufbau von sozialen Beziehungen und
sinnvollen Freizeitstrukturen
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Capacity Building von lokalen Coaches und
Stärkung ziviler Institutionen
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Wissenschaftliche Untersuchung der psychosozialen
Auswirkungen von Sport und Spiel
Projektablauf und -aktivitäten
Rund
300 Kinder und Jugendliche beiden Geschlechts nahmen an den Projektaktivitäten
teil, die von neun sportdidaktisch und psychosozial geschulten Coaches geleitet
wurden. Neben den Fussball-, Volleyball-, Handball-, Tischtennis-, Gymnastik-
und Taekwondo-Trainings wurden auch erzieherische Inputs vermittelt, bspw. im Zusammenhang
mit gesundheitlichen Fragen, dem Umgang mit Gewalt oder mit Drogen.
Die
Projekterfahrungen wurden in einem partizipativen Monitoringprozess gesammelt
und evaluiert. Die Evaluation ergab ein positives Bild bezüglich der
Wirkungen des Projektes. Eltern, Coaches und das Projektteam konnten bei den
teilnehmenden Kindern und Jugendlichen Verhaltensänderungen beobachten, welche
auf Verbesserungen in ihrem körperlichen und seelischen Wohlbefinden hindeuten.
Diese guten Ergebnisse lassen sich jedoch nicht allein auf den Einsatz von
Sport und Spiel zurückführen. Vielmehr trugen die sozialen Rahmenbedingungen
der Projektaktivitäten und das Engagement der Coaches entscheidend zum Erfolg
des Projekts bei. So wurden die Coaches zu Vertrauenspersonen für die Kinder
und Jugendlichen, die bei persönlichen
Problemen um Rat gefragt wurden und die bei familiären Konflikten eine Vermittlerrolle zwischen Kindern und Eltern
einnahmen.
Zielgruppe(n)
Kinder und Jugendliche zwischen 6-18 Jahren aus der Erdbebenregion Bam
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Partner
Adidas-Salomon, DHL, Holcim, Nestlé Iran, „Ready to move“, Schweizerische Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), Sika, Werner und Helga Degen-Stiftung und andere.
Kontakt
Niklaus Eggenberger
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+41 (0)32 344 30 53
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Publikationen
Sport and Play for Traumatized Children and Youth
An assessment of a pilot-project in Bam
Valeria Kunz (2006), pdf 764KB
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