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Interventionen
Die Studie wurde in fünf Gemeinden mit mehr als hundert Dörfern und
Siedlungen durchgeführt, wobei in einer Gemeinde eine Kontrollgruppe
gebildet wurde, in der die Interventionen erst nach Abschluss der
Forschungsaktivitäten durchgeführt wurde („wait-list group“). In den
anderen Gemeinden wurde mit den teilnehmenden Haushalten eine Massnahme zur Verbesserung der materiellen
Lebensgrundlage umgesetzt: Mittels Hühnerzucht und der Produktion
von Sonnenblumenöl wird Einkommen generiert, von dem jene Haushalte mit
vulnerablen Kindern profitieren sollten, welche die grössten Bedürfnisse
haben.
Daneben wurden verschiedene Interventionen direkt mit Kindern und
Jugendlichen durchgeführt: In sogenannten Children’s Committees wurden mittels Sport, Spiel,
Tanz oder anderen kulturellen Aktivitäten möglichst vielen Kindern
sinnvolle und gesunde Freizeitaktivitäten angeboten. Diese partizipative
Kinderorganisation fungierte darüber hinaus als Interessenvertretung der
Kinder und Jugendlichen gegenüber den Gemeinden. Ihre Mitglieder
bestimmen die Aktivitäten selber. So sollen sie lernen, Verantwortung
und Kontrolle über ihr eigenes Leben zu übernehmen. Gemeinsam versuchten die teilnehmenden Kinder beispielsweise, die Prävention von sexuell übertragbaren Krankheiten zu meistern und den Schutz von Kinderrechten zu fördern.
Ein Teil dieser Kinder nahm zudem an speziellen psychosozialen
Interventionen teil: Hero Book und Tree of Life nutzen erzählende und künstlerische
Elemente, um den Kindern zu helfen, ihre Lebenssituation zu bewältigen.
Sie sollen ihr Selbstbewusstsein stärken und die soziale Interaktion mit
Gleichaltrigen fördern. Diese Instrumente sind so aufgebaut, dass sie
einfach in andere Aktivitäten und Programme, z.B. an den Schulen,
eingebaut werden können.
Forschungsablauf und Methoden
Die Forschung hatte einen quasiexperimentellen Aufbau, bei dem
verschiedene Gruppen von Kindern die unterschiedlichen Interventionen
einzeln oder in Kombination erhielten. Um die Wirksamkeit des Programms
adäquat einschätzen zu können, wurde das Wohlbefinden der TeilnehmerInnen
vor und nach der Einführung der Interventionen gemessen und mit der
Kontrollgruppe verglichen.
Die SAD erhielt für dieses Forschungsprojekt Inputs durch ein
Expertenkomitee aus Wissenschaftlern und Experten der
Entwicklungszuammenarbeit aus der Schweiz und dem südlichen Afrika. Die Datenerhebung wurde von einem lokalen Forschungsteam unter Anleitung
der SAD umgesetzt.
In einer ersten Projektphase (Nov. 2006 – Aug. 2009) wurden eine
qualitative Vorstudie sowie drei quantitative Datenerhebungen mittels
standardisierter Interviews durchgeführt. In einer zweiten Phase (Sep.
2009 - Dez. 2010) wurden zwei weitere Erhebungen durchgeführt, um die
Erkenntnisse zu vertiefen. In einer dritten Phase (Jan. - Jun. 2011) wurden die Ergebnisse ausgewertet und für die Dissemination vorbereitet.
Ergebnisse und Empfehlungen
Die Ergebnisse der Studie wurden in einer Reihe von Policy Briefs zusammengefasst und aufgearbeitet:
Policy Brief 1 Risks associated with Vulnerability (pdf 203KB)
Policy Brief 2 Prevalence of Mental Health Problems (pdf 140KB)
Policy Brief 3 Psychosocial Interventions (pdf 193KB)
Policy Brief 4 Poverty Alleviation (pdf 178KB)
Policy Brief 5 Intervention Exposure (pdf 230KB)
Policy Brief 6 Main predictors of youth depression (pdf 230KB)
Policy Brief 7 Factors mediating depression for vulnerable youths (pdf 240KB)
Policy Brief 8 School drop out (pdf 151KB)
Policy Brief 9 Parental Separation (pdf 162KB)
Policy Brief 10 Complicated Grief (pdf 152KB)
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