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Seit einigen Jahren wird in der internationalen Zusammenarbeit zunehmend der Sport als Instrument für die Erreichung von Entwicklungszielen, darunter die Millenniumsziele der Vereinten Nationen, eingesetzt. Das von der UNO proklamierte Internationale Jahr des Sports und der Sporterziehung 2005 war der vorläufige Höhepunkt einer Idee, die immer mehr Akteure in ihren Bann zieht. „Sport und Entwicklung“ hat eine eindrückliche Dynamik ausgelöst, die sich in einer Vielzahl von Projekten rund um den Globus, in Programmen von Regierungsinstitutionen und Multilateralen sowie in Initiativen von Sportverbänden und der Privatwirtschaft als Teil ihrer „sozialen Verantwortung“ niederschlägt.
Die Erwartungen, die an den Sport gestellt werden, sind hoch – das Entwicklungspotenzial, das ihm zugeschrieben wird, ist gross. Der Sport soll die Persönlichkeitsentwicklung fördern, indem er auf spielerische Art und Weise Charaktereigenschaften wie Selbstvertrauen und Kommunikationsfähigkeit nährt und Werte wie Fairplay, Teamwork und Toleranz vermittelt. Die Anwendungsbereiche sind vielfältig: Ob für die Bewältigung von Traumata nach Bürgerkriegen und Naturkatastrophen, die soziale Integration von Randgruppen, für Aufklärungskampagnen zu gesundheitsrelevanten Themen, für die Friedensförderung und die geschlechtliche Gleichstellung – in den Sport werden, was die Lösung von Problemen in Entwicklungsländern betrifft, grosse Hoffnungen gesetzt.
Validierung und Operationalisierung
Die SAD ist von Beginn weg in diesem noch jungen, innovativen Feld der internationalen Zusammenarbeit aktiv, angefangen mit dem Management der ersten Magglingen-Konferenz im Februar 2003. Seither haben wir eine internationale Vorreiterrolle in „Sport und Entwicklung“ inne, indem wir einen wissenschaftlich fundierten Beitrag zur Validierung und Operationalisierung in diesem Bereich leisten. Nebst der Durchführung, Begleitung und Evaluation von operativen Projekten erarbeiten wir theoretische Grundlagen und praktische Instrumente für die Entwicklungszusammenarbeit. Die folgenden Leitfragen prägen unser Engagement im Tätigkeitsfeld „Sport und Entwicklung“:
- Wie wirkt der Sport?
- Wie müssen Projekte konzipiert sein, um die grösstmögliche Wirkung zu entfalten?
- Welches sind Erfolgsfaktoren in der Planung und Umsetzung von Projekten?
- Was sind geeignete Instrumente für Monitoring und Evaluation?
Als Betreiberin der Internationalen Internetplattform zu Sport und Entwicklung auf www.sportanddev.org sowie als Mitglied der Schweizer Arbeitsgruppe zu Sport und Entwicklung sehen wir uns zudem auch als Anlaufstelle für Individuen und Organisationen, die mehr über „Sport und Entwicklung“ in Erfahrung bringen möchten. Ebenso ist uns die Vernetzung von Akteuren ein zentrales Anliegen.
Die Aktivitäten der SAD im Themenbereich Sport & Entwicklung umfassen:
- Entwicklung von Evidenzgrundlagen zum Einsatz des Sports in der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe
- Synthese von Erfahrungen und Entwicklung von Standards in Form praktischer Instrumentarien für die Planung und Umsetzung von Projekten
- Stärkung von Kapazitäten in Monitoring und Evaluation bei Organisationen, die den Sport als Instrument zur Erreichung von Entwicklungszielen nutzen
- Förderungen von Synergien zwischen den verschiedenen Akteuren in „Sport und Entwicklung“
Die SAD war ausserdem an den folgenden Initiativen und
Veranstaltungen in „Sport & Entwicklung“ beteiligt:
- Internationale
Konferenz "Sport and Diversity" vom 20.-21 November 2008 in Strasbourg
(France), wo die SAD/BASPO das Konzept zu „Begegnung durch Bewegung“
erläuterte
- Internationaler
Kongress "Sport for All" vom 3.-6. November 2008 in Genting Highlands
(Malaysia), wo die SAD die Internationale Plattform für Sport und
Entwicklung (www.sportanddev.org)
präsentierte
- Seminar "Sport in Post-disaster Intervention" vom 1.-7. November 2008 in
Rheinsberg (Deutschland), wo die SAD als Partnerorganisation, Referentin und
Onlineberichterstatterin über www.sportanddev.org
in Erscheinung trat
- Fachgespräche
des Instituts für Friedenspädagogik Tübingen zum Thema "Fussball und
Friedensförderung" am 23.-24. September 2008, wo die SAD als Referentin
zum Thema „Monitoring & Evaluation in der Pilotphase des FFHM“ auftrat
- 1.
Arbeitsseminar über Monitoring & Evaluation des M & E Projektes "Football for Hope" der FIFA/streetfootballworld vom 6.-10. Juni 2008 in
Kapstadt (Südafrika), wo die SAD als Organisatorin und Projektleiterin in
Erscheinung trat
- Konferenz "The Sport and Social Inclusion Symposium" vom 18. Juni 2008 in Bern
(Schweiz) wo die SAD als Organisatorin, Projektleiterin und
Logistikverantwortliche die Verantwortung trug
- Konferenz "Gender Equity in Sport for Social Change" vom 17.-20. Mai 2008 in
Casablanca (Marokko), wo die SAD als Mitglied der Partnergruppe,
Logistikverantwortliche und Referentin in Erscheinung trat.
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zum Beispiel:
Internationale Plattform: "Sport und Entwicklung"
Cup of Heroes Sozialer Wandel durch Jugendsport
Ethnische und soziale Integration durch Spiel und Sport in Sri Lanka nach dem Tsunami
Kontakt:
Jutta Engelhardt
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+41 (0)32 344 30 52
Publikationen:
Sport and Development : A summary of SAD's experiences and best practices
M. Akhbari, V. Kund, R. Wijesekera, U. Selvaraju, Biel 2010, pdf 2.7 MB
Sport and Play for Traumatized Children and Youth
An assessment of a pilot-project in Bam, Iran
Valeria Kunz (2006), pdf 764KB
Gender Equity, Sport and Development
Marianne Meier (2005) pdf 341KB
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