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Die Integration von Migranten mit einer DVD erleichtern und die Intoleranz gegenüber Fremdem unter Jugendlichen mit einer interaktiven CD-ROM bekämpfen: Zwei Methoden, um eine tolerantere Gesellschaft in Russland zu erreichen.
Basierend auf den Resultaten einer Studie der SAD über die Situation der Jugendlichen in Russland zielt dieses Projekt auf die Verbesserung der sozialen und ökonomischen Situation von jungen ArbeitsmigrantInnen in der Region Moskau. Mit einer Lehr- und Informations-DVD will die SAD den jungen Erwachsenen unerlässliches Wissen zugänglich machen, dass sie brauchen, um ihre Lebensbedingungen zu meistern. Zusammen mit lokalen Partnern adaptiert die SAD zudem das Computer-Lernpiel „Xenophilia“, das interaktiv und beispielhaft gegen die Bildung von ethnischen Stereotypen bei Jugendlichen angeht.
Von 2005-2007 führte die SAD ein Forschungsprojekt zur Situation der Jugendlichen in Russland durch. Untersucht wurden ihre Zukunftsperspektiven und Wertesysteme, ihr Umgang mit dem politischen System sowie ihre Arbeitssituation. Die Resultate der Studie förderten unter anderem eine steigende Intoleranz gegenüber bestimmten ethnischen Gruppen zu Tage. Die SAD hat in der Folge bereits erste Programme lanciert, um diesen Tendenzen entgegen zu wirken.
Die Russische Föderation liegt weltweit an zweiter Stelle, was die Zuwanderung angeht. Mehr als 13 Millionen Menschen nicht russischer Herkunft leben zurzeit in Russland. Hinzu kommen noch 3-5 Millionen, die nicht registriert sind. Mehr als 75% dieser Personen stammen aus Ländern, die vormals der Sowjetunion angehörten und sie konzentrieren sich auf die Regionen um Moskau, St. Petersburg und Krasnodar. Sie alle sprechen Russisch, was eine Integration erleichtern sollte. Jedoch wird das Potential dieser Zuwanderer trotzt sinkender Geburtenraten und steigendem Wirtschaftswachstum in Russland nicht anerkannt: Die Zuwanderer haben ein schlechtes Image. Ihre Probleme sind häufig in einem mangelnden Informationsstand über gesetzliche, wirtschaftliche und soziale Bedingungen begründet.
Die SAD will hier auf zwei Ebenen vorgehen: a) mit der Verbesserung des Informationsstandes rund um das Thema Arbeitsmigration und Integration mittels einer DVD und b) mit der Bekämpfung der Intoleranz durch das interaktive Computerspiel „Xenophilia “.
Projektziele
- Die Integration von ArbeitsmigrantInnen in der Moskauer Region verbessern mit Hilfe einer DVD, die praktische Informationen und Ratschläge aus dem täglichen Leben enthält.
- Die Förderung einer respektvolleren und toleranteren Gesellschaft mit Hilfe eines Computerspiels an den Schulen, das Vorurteile, Diskriminierungen und Rassismus bekämpft.
- Die Erhöhung des Verständnisses für die “Anderen” und die Stärkung des Bewusstseins für kulturelle Unterschiede und Missverständnisse.
- Die Evaluation der Eignung einer DVD als Informationsträger in diesem Kontext.
Projektablauf und -aktivitäten
Die DVD erstellt die SAD in Zusammenarbeit mit der russischen Organisation RU PASS. Anhand von Alltagsszenen werden verschiedene Themen behandelt wie etwa das Anmelden bei den Behörden, die Arbeitssuche, den Zugang zum Gesundheitswesen oder das Heimschicken von Geld. 10'000 Kopien der DVD werden an MigrantInnen und Migrationsorganisationen im Raum Moskau sowie in den drei hauptsächlichen Herkunftsländern verteilt werden.
Gleichzeitig adaptiert die SAD zusammen mit dem Humanist Research and Methodology Centre in Moskau das Lernspiel „Xenophilia“ für den russischen Kontext. Das Spiel wird an ausgewählten Schulen in Moskau, Kaluga und Ryazan getestet und evaluiert. Xenophilia wurde 2003-2005 für die Schweiz entwickelt und mit Erfolg an den Schulen eingesetzt.
Zielgruppe(n)
Junge ArbeitsmigrantInnen aus den ehemaligen
sowjetischen Republiken
Schüler von 13 bis 17 und Lehrer
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Partner
RU PASS
Humanist Research and Methodology Centre, Moskau
Kontakt
Niklaus Eggenberger
Projektleiter
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+41 (0)32 344 30 53
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