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Die SAD untersucht das Zusammenspiel von Geschlechter-normen und Sport im Entwicklungskontext. Im Zentrum steht das Potenzial des Sports als Instrument in der Entwicklungszusammenarbeit, um Frauen und Mädchen in ihren Bemühungen zur Ausweitung von Handlungs- und Entscheidungsspielräumen zu unterstützen und ihr Empowerment zu fördern.
Geschlechternormen prägen den Zugang sowie die Art und Weise der Teilnahme von Jungen und Mädchen, Männern und Frauen am Sport. Eine fundierte Kenntnis dieser Normen und anderer Barrieren sind eine wichtige Voraussetzung, damit Sportprojekte zu einem gerechteren Verhältnis zwischen den Geschlechtern beitragen und nicht Ungleichheiten und Vorurteile reproduzieren.
Zunehmend wird der Sport in der Entwicklungszusammenarbeit auch eingesetzt, um ein Empowerment von Mädchen und Frauen zu fördern. Potenziale und Grenzen des Sports hängen auch hier vom soziokulturellen Kontext und von der Art und Weise ab, wie der Sport eingesetzt wird.
Ziele
- Erforschung der Wechselwirkungen zwischen Sport und Geschlechternormen im Entwicklungskontext
- Erarbeitung von praxisrelevanten Empfehlungen für die konkrete Projektarbeit
- Vernetzung und Erfahrungsaustausch mit Akteuren im Bereich Gender, Sport und Entwicklung
Laufende Aktivitäten
Angewandte Sozialforschung
Wir untersuchen die Bedeutung des Sports für die Entwicklungszusammenarbeit unter besonderer Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Aspekte. In einer von der DEZA finanzierten Studie werden nebst der Aufarbeitung des aktuellen Wissensstandes praxisrelevante Daten aus Iran, Russland und Sambia erhoben, ausgewertet und miteinander verglichen. Die Resultate zeigen, dass Sport Mädchen und Frauen den Zugang zum öffentlichen Raum erleichtern kann, wo sie sich treffen können, neue Fähigkeiten und ein stärkeres Körperbewusstsein entwickeln und dadurch mehr Selbstvertrauen gewinnen können. Der Einbezug einer Geschlechterperspektive kann den Erfolg von Sportprojekten also begünstigen.
Capacity Building
Obwohl in ganz unterschiedlichen Kontexten angesiedelt, stossen viele Organisationen hinsichtlich der Partizipation von Frauen und Mädchen in Entwicklungsländern auf ähnliche Hindernisse und Probleme. Die SAD unterstützt Organisationen, solche Probleme durch den Einbezug einer Geschlechterperspektive zu verstehen und mit geeigneten, auf den Kontext angepassten Planungsinstrumenten anzugehen.
Monitoring und Evaluation
Wesentlicher Bestandteil einer geschlechtersensiblen Projektpla- nung und –Umsetzung sind Monitoring- und Evaluationsinstrumente, welche die geschlechtlichen Implikationen einer Verwendung von Sport in der Entwicklungszusammenarbeit in ihrer Komplexität erfassen, aber dennoch einfach anzuwenden sind.
Neben der Evaluation eigener Projekte gibt die SAD ihre Erfahrung im Bereich geschlechtersensibler Monitoring- und Evaluationsverfahren an andere Organisationen weiter, damit diese ihre Projekte eigen-ständig evaluieren und deren Wirkung optimieren können.
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Publikationen
Meier, Marianne (2005)
Gender Equity, Sport and Development
Working Paper, Swiss Academy for Development (SAD), 2005
Meier, Marianne (2005)
Promoting Gender Equity Through Sport
Input Paper, 2nd Magglingen Conference, 2005
Kontakt
Marianne Meier
Projektleiterin
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+41 (0)32 344 30 52
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