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Empirische Sozialforschung
Qualitativ oder quantitativ?

Die beiden Methodenklassen haben unterschiedliche Vor- und Nachteile. In vielen Fällen ist deshalb eine Kombination am sinnvollsten.

Die Anwendung qualitativer Verfahren empfiehlt sich

  • wenn erst wenig Erkenntnisse über den Forschungsgegenstand oder den Forschungskontext vorliegen
  • zur nachträglichen Absicherung bereits getroffener Entscheidungen
  • zur Vertiefung und Interpretation von quantitativen Daten zur Entwicklung von optimalen quantitativen Fragebogen

Qualitative Untersuchungen

  • lassen sich relativ schnell entwickeln, sind jedoch aufwändig in der Durchführung und Auswertung
  • zeichnen sich durch Offenheit und Flexibilität aus
  • beinhalten eine hohe Authentizität und nehmen Rücksicht auf kulturell angemessene Ausdrucksweisen
  • können „spielerisch“ sein und sind dadurch gerade für Kinder weniger anstrengend
  • können mit relativ kleinen Stichproben durchgeführt werden
  • eignen sich zur Exploration, Hypothesenbildung und der Entdeckung neuer Sachverhalte

Die Anwendung quantitativer Verfahren empfiehlt sich

  • wenn repräsentative und verlässliche Befunde unentbehrlich sind
  • wenn Vergleiche auf Gruppenebene (Aggregatebene) gemacht werden sollen
  • wenn Gesetzmässigkeiten aufgedeckt werden sollen
  • wenn statistische Zusammenhänge ermittelt werden sollen

Quantitative Untersuchungen

  • lassen sich effizient durchführen und auswerten, sind jedoch aufwändig in der Konstruktion
  • liefern exakt quantifizierbare Ergebnisse
  • zeichnen sich durch hohe Standardisierung, Objektivität und Vergleichbarkeit aus
  • erlauben Verallgemeinerungen auf die gesamte untersuchte Population
  • benötigen relativ grosse Stichproben
  • eigenen sich zur Überprüfung von Annahmen (Hypothesen)
 
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