Methodik
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Empirische Sozialforschung |
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Neue Vorhaben und Ansätze im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und der Integration sind sorgfältig zu prüfen, bevor sie breit umgesetzt werden. Damit die zur Verfügung stehenden Mittel sinnvoll, zielgerecht und effizient eingesetzt werden können, sollten innovative Programme, aber auch bereits implementierte Strategien, wann immer möglich empirisch abgestützt werden. Das Werkzeug dazu liefern die Methoden der empirischen Sozialforschung, mit deren Hilfe sich Hypothesen und Theorien testen, Planungs- und Entscheidungsprozesse begründen und Wege aufzeigen lassen, wie praktische Probleme zu bewältigen sind. Seit den Gründerjahren der SAD nimmt die Grundlagenforschung einen wichtigen Stellenwert ein. Dabei werden die Ursachen und Folgen eines Orientierungs- und Werteverlusts, verbunden mit raschem sozialen Wandel, in unterschiedlichen Gesellschaften und Kulturen untersucht. Die Erkenntnisse fliessen in die Entwicklung konkreter Jugend-, Entwicklungs- und Integrationsprojekte sowie in Empfehlungen für Praktiker und Entscheidungsträger ein. Die SAD führt auch angewandte Sozialforschung durch, die unmittelbar auf die Beantwortung praktischer Fragestellungen ausgerichtet ist und sich an den Bedürfnissen von Partnern ausrichtet. Hierunter fallen insbesondere die Bewertung (Evaluationsforschung) und Entwicklung (Interventionsforschung) von konkreten Massnahmen oder Interventionen. Unser Ansatz lässt sich folgendermassen umschreiben:
Methoden Die Wahl der Methoden der Datenerhebung und –auswertung orientiert sich an der Fragestellung sowie an dem beabsichtigten Aufwand an Kosten und Zeit. Nicht jede Methode eignet sich für eine bestimmte Fragestellung. Manche Fragestellungen machen eine Kombination verschiedener Methoden erforderlich. Liegen beispielsweise zu einer Thematik bislang nur wenige Informationen vor, kann es in einem ersten Schritt sinnvoll sein, vertiefende Interviews mit einzelnen Vertretern der Zielgruppe zu führen. Anschließend können die so gewonnenen Erkenntnisse anhand einer grösseren Stichprobe überprüft werden. Entsprechend bieten wir ein breites Spektrum an qualitativen und quantitativen Erhebungsverfahren an:
Qualitativ oder quantitativ? Die beiden Methodenklassen haben unterschiedliche Vor- und Nachteile. In vielen Fällen ist deshalb eine Kombination am sinnvollsten. Forschungsdesigns Das optimale Forschungsdesign hängt von der Fragestellung und den zur Verfügung stehenden Mitteln ab. Sollen kausale Beziehungen zwischen zwei Variablen nachgewiesen werden (z.B. zwischen der Teilnahme an einem Sportprogramm und einem verbesserten Coping mit Alltagsschwierigkeiten), kommen vorzugsweise experimentelle und quasi-experimentelle Untersuchungspläne zum Einsatz. Dabei werden gezielt Faktoren variiert und die damit verbundenen Veränderungen registriert. Mittels korrelativer Untersuchungen können Zusammenhänge zwischen Variablen nachgewiesen werden (z.B. zwischen individueller Anomie und Jugendgewalt), ohne jedoch kausale Aussagen über diese Beziehungen machen zu können. Wenn solche „Muster“ auf eine ganze Bevölkerung oder Bevölkerungsgruppe übertragen werden sollen, müssen aufwändige repräsentative Untersuchungen durchgeführt werden. Um Veränderungen über die Zeit nachzuweisen, sind Längsschnittstudien mit mehreren Messzeitpunkten notwendig. Manchmal ist es auch angezeigt, eine Fallstudie durchzuführen, etwa wenn mittels qualitativer Methoden ein exemplarischer oder interessanter Einzelfall (eine Person, Gruppe, Institution), eingehend untersucht werden soll. Gemeinsam ist allen von uns verwendeten Forschungsdesigns, dass sie im Feld durchgeführt werden. Feldstudien, bei denen Befragungen in der natürlichen Umgebung der TeilnehmerInnen stattfinden, liefern lebensnahe Ergebnisse, die sich gut auf ähnliche Situationen übertragen lassen. Vorgehen Gemeinsam mit unseren Partnern erarbeiten wir Forschungs- und Erhebungsstrategien, die zu den anstehenden Erkenntnisinteressen passen. Mit den Methoden einer praxisorientierten Forschung führen wir Studien durch, die eine nachhaltige Auswirkung auf den jeweiligen Projekt- oder Themenzusammenhang haben. Dabei ist uns wichtig, dass die Ergebnisse anwendungsorientiert aufbereitet werden, um einen optimalen Nutzen für die Praxis zu erzielen.
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