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| 21. 01. 2009 | |
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Publikation zu Jugendlichen in Russland
In der Dezembernummer seiner wissenschaftlichen Zeitschrift Vestnik hat das Levada Center in Moskau einen Beitrag der SAD veröffentlicht. Unter dem Titel "Die Jugend in Russland: Portrait einer Generation im Wandel" wird über die Ergebnisse einer Studie unter 2000 Jugendlichen in der gesamten Russischen Föderation berichtet. Die Studie erforschte die Haltung und Ansichten der Jugendlichen zu Themen wie Politik, wirtschaftliche Situation, Gesundheit oder Zukunftsperspektiven.
Ein Artikel, der die Ergebnisse der Studie zusammenfasst, ist in der Nummer 5(2008) der wissenschaftlichen Zeitschrift Vestik des Levada Centers erschienen. Der Artikel (auf Russisch) kann hier online gelesen werden. Die SAD hat für diese Studie mit dem Lavada Center in Moskau, einem der angesehensten Meinungsforschungsinstitute des Landes, sowie mit der Moscow School for Social and Economic Sciences, der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA sowie der Internationalen Organisation für Migration IOM zusammengearbeitet. Die SAD ist seit 2001 in Russland tätig und hat sowohl Forschungs- wie auch operative Projekte durchgeführt. |
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Im Rahmen eines Forschungsprojektes hat die SAD eine repräsentative Studie zur Situation und Befindlichkeit der russischen Jugend durchgeführt. In über 2000 Einzelinterviews wurden Themen wie das Berufsleben, die gesundheitliche Situation, die Politik oder die Werte und Wünsche der Jugendlichen behandelt. Die Studie belegt das Fehlen von Bezugspunkten in einem Umfeld, welches dominiert ist von der Macht des Geldes. Trotz günstiger wirtschaftlicher Aussichten mangelt es vielen jungen Erwachsenen an Perspektiven für die Zukunft, was häufig zu einem Gefühl der Unsicherheit führt. Sie sind skeptisch, was ihre Chancen angeht, einen Arbeitsplatz zu finden, der ihrer Ausbildung entspricht. Viele denken daher daran, ihre Heimatstadt zu verlassen und woanders ihr Glück zu suchen. Dies geht einher mit einem tiefen Misstrauen gegenüber Institutionen aller Art und der Überzeugung, dass man sich nur auf sich selbst verlassen kann, um weiter zu kommen. Hinzu kommt eine zunehmende Intoleranz gegenüber Minderheiten.