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14. 07. 2009
Zur Situation der Arbeitsmigranten in Russland

Am 30. Juni organisierte die SAD zusammen mit ihrem russischen Partner RUPASS eine Pressekonferenz in Moskau zum Thema "Migration in Russland". Unter anderem wurde ein Informationsfilm vorgestellt, den die SAD zusammen mit RUPASS für Arbeitsmigranten aus den ehemaligen Republiken der Sowjetunion erarbeitet hat.

arbeitsmigration.jpgRussland gehört zu denjenigen Ländern, die von der aktuellen Wirtschaftskrise stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Dabei sind die Migranten aus den ehemaligen Republiken der Sowjetunion auf dem Arbeitsmarkt am stärksten betroffen, denn ihre Jobs sind die unsichersten und werden in der Regel von den Unternehmen als erste gestrichen. Zudem verschlechtert sich die öffentliche Meinung über diese Gruppe aufgrund der latenten Fremdenfeindlichkeit in Russland in Krisenzeiten rapide. Die Pressekonferenz hatte zum Ziel, auf die Situation dieser Migranten aufmerksam zu machen und einige Vorurteile zu entkräften.

Mehrere bedeutende Persönlichkeiten, so die Journalistin Lidia Grafova sowie der Präsident der Stiftung "Migration 21. Jahrhundert" und ehemalige Vizedirektor des Nationalen Migrationsdienstes, Vyatcheslav Postavnin, ergriffen das Wort, um die Rolle der Arbeitsmigranten für die russische Wirtschaft ins rechte Licht zu rücken. Sie betonten, dass die Arbeitsmigranten keine Gefahr für die russischen Arbeitnehmer darstellten, da sie häufig Arbeiten verrichteten, die den einheimischen Werktätigen zu mühsam oder zu unterbezahlt seien. Entgegen der Darstellung der Medien, die Arbeitsmigranten seien schuld am Anstieg der Kriminalität, zeigten Untersuchungen, dass die Kriminalitätsrate bei dieser Gruppe mit 3% sehr niedrig sei.

Im Rahmen der Konferenz wurde der Informationsfilm "Arbeiten in Russland ohne Probleme" präsentiert, den die SAD zusammen mit RUPASS entwickelt hat. Der Film weist potentielle Arbeitsmigranten auf die Schwierigkeiten hin, mit welchen sie bei einer Einreise nach Russland rechnen müssen (Grenzübertritt, Erlangung einer Arbeitserlaubnis, Umgang mit Behörden und Polizei), und hilft ihnen, sich besser im dortigen Alltag zurecht zu finden.

Der mehrsprachige Film wird Ende dieses Sommers fertiggestellt sein. Die Pressekonferenz wurde auf Video aufgezeichnet; eine Pressemitteilung finden Sie hier (auf Russisch).

icon_target.gif Projekt Migration in Russland

 
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