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Symposium: "Anomie and its Relevance to Development Practice"

Jugendgewalt, Risikoverhalten, fremdenfeindliche Tendenzen oder zunehmende Radikalisierung und soziale Unruhen sind Schlagworte, die im Zusammenhang mit fragilen Staaten häufig in den Medien zu finden sind. Das Konzept der Anomie beschreibt den Verlust von Werten und Orientierung in einer Gesellschaft, verursacht durch desintegrative politische, ökonomische oder soziale Einflüsse. Es stellt somit einen attraktiven Indikator für die Früherkennung von Tendenzen zur Gewalt, sozialen Unstabilitäten und kulturellen Konflikten dar.

Am 6. und 7. November 2008 hat die SAD ein Symposium zur Anomie durchgeführt. 25 Teilnehmer aus über 10 Ländern mit Fachwissen aus den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit, Soziologie, Kriminologie, Psychologie, politische Wissenschaften, internationale Beziehungen und Entwicklungsstudien debattierten über das Konzept der Anomie und dessen Relevanz für die praktische Entwicklungsarbeit. Ziel war es, die verschiedenen Gründe, Ausprägungen und Perspektiven der Anomie zu diskutieren, unter Berücksichtigung von Ergebnissen empirischer Studien, sowie gemeinsame Empfehlungen für die Entwicklungszusammenarbeit zu erarbeiten. Das Symposium diente auch als Plattform für die Vernetzung der Disziplinen und der einzelnen Wissenschaftler mit Personen, die in der Entwicklungszusammenarbeit tätig sind.

Ein Bericht des Symposiums wird Ende 2008 publiziert. Die Veranstaltung wurde mit freundlicher Unterstützung der Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA sowie der Heinrich Böll-Stiftung durchgeführt.

icon_pdf.gif Programm des Symposium (pdf, 39KB)

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